Eine sachliche Einordnung der Methode, ihrer Möglichkeiten und Grenzen.
Der Plasma Pen erzeugt durch elektrische Entladung einen Lichtbogen, der auf die Hautoberfläche trifft. Dabei entsteht Plasmaenergie – ein ionisiertes Gas, das punktuell auf die Haut einwirkt.
Durch diese kontrollierte Energieabgabe werden winzige Mikroverletzungen in der obersten Hautschicht gesetzt. Die Haut reagiert darauf mit einem natürlichen Heilungsprozess: Kollagen wird neu gebildet, die Haut zieht sich zusammen.
Das Ergebnis ist eine Straffung des behandelten Areals. Die Wirkung entsteht nicht sofort, sondern entwickelt sich über Wochen und Monate, während die Haut regeneriert.
Der Plasma Pen ist kein Ersatz für chirurgische Eingriffe. Bei stark erschlaffter Haut oder ausgeprägtem Hautüberschuss stößt die Methode an ihre Grenzen. In solchen Fällen kann ein operativer Eingriff die einzige Option sein, die tatsächlich Veränderung bringt.
Es gibt keine sofortige „Verjüngung". Direkt nach der Behandlung ist die Haut gereizt, geschwollen und mit Krusten bedeckt. Das endgültige Ergebnis zeigt sich erst nach vollständiger Abheilung – oft erst nach mehreren Wochen.
Und: Der Plasma Pen ist keine universelle Lösung. Nicht jede Haut reagiert gleich. Nicht jedes Areal ist geeignet. Und nicht jede Erwartung kann erfüllt werden – auch nicht bei Faltenbehandlungen.
Jede Behandlung, die in die Haut eingreift, birgt Risiken. Der Plasma Pen ist keine Ausnahme. Zu den häufigen Reaktionen gehören:
Das Ausmaß der Nebenwirkungen hängt von mehreren Faktoren ab: Hauttyp, behandeltes Areal, Intensität der Behandlung und die Qualität der Nachsorge spielen eine entscheidende Rolle.
Die Plasma-Pen-Behandlung ist spürbar. Das Empfinden variiert von Person zu Person und hängt vom behandelten Areal ab. Empfindliche Bereiche wie die Augenpartie werden intensiver wahrgenommen als weniger sensible Zonen.
Vor der Behandlung wird in der Regel eine lokale Betäubungscreme aufgetragen. Diese reduziert die Empfindung deutlich, nimmt sie aber nicht vollständig. Ein leichtes Brennen oder Pieksen kann während der Behandlung weiterhin spürbar sein.
Nach der Behandlung klingen die Empfindungen meist schnell ab. Spannungsgefühle oder leichte Wärme im behandelten Bereich sind in den ersten Stunden normal.
Die Heilung nach einer Plasma-Pen-Behandlung verläuft in mehreren Phasen. Jede Haut reagiert unterschiedlich, daher sind die folgenden Angaben Richtwerte:
Schwellung, Rötung, Bildung der ersten Krusten. Der behandelte Bereich ist empfindlich und sollte geschont werden.
Die Krusten trocknen und beginnen sich zu lösen. Sie dürfen nicht abgekratzt werden, da sonst Narben entstehen können.
Die Krusten sind abgefallen. Die Haut darunter ist noch rosa und empfindlich. Sonnenschutz ist in dieser Phase besonders wichtig.
Die Kollagenneubildung ist abgeschlossen. Erst jetzt zeigt sich das endgültige Ergebnis der Behandlung.
Geduld ist entscheidend. Wer das Ergebnis zu früh beurteilt, sieht nicht die tatsächliche Wirkung der Behandlung.
Der Plasma Pen kann für Menschen geeignet sein, die eine moderate, nicht-operative Straffung wünschen. Voraussetzung ist, dass die Erwartungen realistisch sind. Bei Wunsch nach einer umfassenderen Behandlung kann auch ein Full-Face-Lifting mit dem Plasma Pen in Betracht gezogen werden.
Ob der Plasma Pen im Einzelfall geeignet ist, kann erst nach einer persönlichen Einschätzung beurteilt werden.
Der Plasma Pen ist nicht für jeden geeignet. In bestimmten Situationen rate ich von einer Behandlung ab oder empfehle zunächst eine ärztliche Abklärung:
Diese Hinweise dienen der ehrlichen Einschätzung. Eine fundierte Entscheidung erfordert Klarheit über die eigenen Voraussetzungen und Erwartungen.
Nicht jede Haut reagiert gleich auf den Plasma Pen. Faktoren wie Hauttyp, Alter, Vorerkrankungen und individuelle Heilungsneigung beeinflussen das Ergebnis erheblich.
In einem persönlichen Beratungsgespräch wird zunächst geklärt, ob die Behandlung im jeweiligen Fall überhaupt sinnvoll ist. Dabei geht es nicht darum, eine Behandlung zu verkaufen – sondern darum, eine realistische Einschätzung zu ermöglichen.
Manchmal ist das Ergebnis einer Beratung auch die Empfehlung, von einer Behandlung abzusehen oder eine andere Methode in Betracht zu ziehen. Das gehört zu einer verantwortungsvollen Einschätzung dazu.