Zwei Methoden für Augenbrauen – ein sachlicher Vergleich.
Microblading ist eine manuelle Pigmentiertechnik. Mit einem Handstück, das aus mehreren feinen Nadeln besteht, werden kleine Schnitte in die oberste Hautschicht geritzt. In diese Schnitte werden Farbpigmente eingebracht.
Das Ziel ist eine natürliche Härchenoptik. Die feinen Striche imitieren einzelne Augenbrauenhärchen und fügen sich in die vorhandene Braue ein. Das Ergebnis wirkt besonders bei näherer Betrachtung sehr natürlich.
Die Pigmente werden oberflächlich eingearbeitet. Das bedeutet, dass sie schneller verblassen als bei maschinellen Methoden. Eine Auffrischung ist in der Regel nach 12 bis 18 Monaten sinnvoll.
Permanent Make-up wird mit einem elektrischen Pigmentiergerät durchgeführt. Die Nadel bewegt sich kontrolliert auf und ab und bringt die Pigmente gleichmäßig in die Haut ein.
Diese Technik ermöglicht verschiedene Stile: von feinen Härchenzeichnungen über Schattierungen bis hin zu vollflächigen Farbverläufen. Die Intensität und Form lassen sich präzise steuern.
Die Pigmente werden etwas tiefer eingebracht als beim Microblading. Dadurch hält das Ergebnis länger – in der Regel zwei bis drei Jahre, bevor eine Auffrischung sinnvoll wird.
Microblading: Manuelle Technik mit Handstück. Feine Schnitte werden einzeln gesetzt.
Permanent Make-up: Maschinelle Technik mit Pigmentiergerät. Gleichmäßige Nadelführung durch das Gerät.
Microblading: 12 bis 18 Monate, dann ist eine Auffrischung sinnvoll.
Permanent Make-up: 2 bis 3 Jahre, je nach Hauttyp und Pflege auch länger.
Microblading: Oberflächlichere Verletzung, aber durch die Schnitte potenziell mehr Reizung bei empfindlicher Haut.
Permanent Make-up: Tiefere Pigmentierung, aber kontrollierter Prozess durch das Gerät.
Microblading: Häufigere Auffrischungen notwendig, um das Ergebnis zu erhalten.
Permanent Make-up: Längere Intervalle zwischen Auffrischungen, aber bei Farbveränderungen Anpassung empfohlen.
Beide Methoden verblassen mit der Zeit. Die Geschwindigkeit und Art des Verblassens unterscheiden sich jedoch.
Microblading verblasst in der Regel schneller. Die feinen Striche können ungleichmäßig ausbleichen, besonders bei fettiger Haut oder bei starker Sonneneinstrahlung. Die Härchenstruktur kann mit der Zeit weniger definiert wirken.
Permanent Make-up verblasst gleichmäßiger. Die maschinell eingebrachten Pigmente bauen sich über einen längeren Zeitraum ab. Das Ergebnis wirkt länger homogen, auch wenn die Intensität nachlässt.
Beide Methoden werden durch Hauttyp, Pflege und Lebensgewohnheiten beeinflusst. Menschen mit fettiger Haut erleben oft ein schnelleres Verblassen. Regelmäßiger Sonnenschutz kann die Haltbarkeit beider Methoden verlängern.
Microblading kann für Menschen geeignet sein, die bestimmte Voraussetzungen und Wünsche mitbringen:
Microblading ist nicht automatisch die „natürlichere" Wahl. Das Ergebnis hängt von Technik, Erfahrung und individuellen Voraussetzungen ab.
Permanent Make-up kann für Menschen geeignet sein, die andere Prioritäten setzen:
Permanent Make-up bietet mehr Variationsmöglichkeiten. Härchenzeichnung ist ebenso möglich wie weichere Schattierungen – je nach gewünschtem Ergebnis. Ähnliche Prinzipien gelten auch für andere Bereiche wie den Lidstrich.
Es gibt keine pauschal „bessere" Methode. Beide Techniken haben ihre Berechtigung und können zu schönen, natürlichen Ergebnissen führen.
Die Entscheidung hängt von individuellen Faktoren ab: Hauttyp, Gesichtsform, vorhandene Brauenstruktur, persönlicher Stil und Alltag. Was bei einer Person funktioniert, muss nicht automatisch für eine andere die richtige Wahl sein.
Fotos aus dem Internet oder Trends können inspirieren, ersetzen aber keine persönliche Einschätzung. Was auf einem Bild gut aussieht, passt nicht zwangsläufig zum eigenen Gesicht.
Ein Beratungsgespräch dient dazu, die richtige Methode zu finden – nicht dazu, eine bestimmte Behandlung zu verkaufen. Manchmal ist das Ergebnis auch die Empfehlung, noch zu warten oder eine andere Herangehensweise zu wählen.